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Shopfloor-Management

Beitrag von Administrator » 29. Mai 2019, 09:40

Shopfloor-Management ist ein operatives Managementkonzept zur täglichen Abstimmung und Problemlösung verbunden mit der kontinuierlichen Verbesserung in der Fertigung. Shopfloor-Management basiert auf direkter Kommunikation am Ort des Geschehens, Visualisierung, Standardisierung und kontinuierliche Verbesserung.

Ziele des Shopfloor-Managements
Die tägliche Aufmerksamkeit der unterschiedlichen Werksfunktionen und dessen Management soll mit Hilfe des Shopfloor-Managements auf das Funktionieren der operativen Abläufe gerichtet werden. Shopfloor-Management bedeutet eine tägliche Konfrontation mit den tatsächlichen Problemen der Fertigung, die gemeinsam zu lösen sind. Die Fertigung soll in den Mittelpunkt der Aktivitäten gerückt werden, da hier die eigentliche Wertschöpfung erfolgt und Verschwendung durch mangelhafte Prozesse in der Gesamtorganisation offenbart werden.

Gestaltungsbeispiel für Shopfloor-Management
Das Shopfloor-Management wird täglich durchgeführt und erfolgt kaskadiert über mindestens eine Führungsebene. Dabei treffen sich alle Funktionsvertreter, die für das operative Funktionieren der Fertigung zuständig sind, direkt in den einzelnen Fertigungsbereichen mit dem zuständigen Linienleiter und dem Fertigungsleiter. Alle wichtigen Fertigungsbereiche werden nach einem standardisierten Zeitplan und mit einem effizient zusammenarbeitenden Teilnehmerkreis besucht.

Durch Vertreterregelung ist die Teilnahme jeder Funktion an jedem Tag abgesichert. Die täglichen Treffen werden durch den im Werk benannten und geschulten SFM-Verantwortlichen oder seinen Vertreter moderiert. Dieser stellt z.B. die strikte Einhaltung der vorgegebenen Agenda sicher und übernimmt die Dokumentation und stringente Nachverfolgung der Aufgaben. Der SFM-Verantwortliche verbessert das Shopfloor-Management kontinuierlich und definiert jeweils den verbesserten SFM-Standard.

Nach dem Rundgang stimmt sich der Fertigungsleiter bei Bedarf mit den anderen Abteilungsleitern ab, um die nicht gelösten operativen Probleme auf seiner Führungsebene zu lösen. Hierfür ist ein täglicher Platzhalter-Termin im Kalender vorgesehen. Die Werkleitung sowie die anderen Abteilungsleiter nehmen mindestens an einem Tag in der Woche am SFM-Rundgang teil.

Während der SFM-Treffen werden neben den operativen Aufgaben auch Verbesserungsideen und wiederkehrende Probleme festgehalten. Diese bilden den Ideenvorrat für das Verbesserungsmanagement.

Zielbild für ein digitales Shopfloor-Management
Das Shopfloor-Management wird im Werk durchgängig mit Hilfe von elektronischen Shopfloor-Management-Boards unterstützt. Eine gesonderte manuelle Vorbereitung und Aufbereitung von Informationen (Aushang), wie z.B. Fertigungs- und Qualitätsinformationen ist nicht mehr erforderlich. Kennzahlen werden immer mit SOLL- und IST-Wert dargestellt. Die prägnant visualisierte Abweichung zwischen SOLL- und IST-Wert bei Kennzahlen, das Feedback zu sämtlichen Hindernissen/Problemen aus dem Fertigungsbereich sowie vor Ort ersichtliche Probleme ergeben den Gesprächsstoff für die Treffen.
Alle Informationen und Absprachen (z.B. Aufgaben) werden mit Hilfe des elektronischen Boards dokumentiert. Die Einhaltung des aktuellen Shopfloor-Managementstandards selbst (z.B. Einhaltung Zeitplan, Teilnahmen) wird ebenfalls am Shopfloor-Management-Board dokumentiert und Abweichungen zwischen SOLL und IST visualisiert. Ausnahmslos alle notwendigen Informationen werden über das SFM-Board elektronisch erfasst und verarbeitet. Diese Informationen sind über das Intranet entsprechend definierter Rechte von allen Arbeitsplätzen aus abrufbar.

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Standortanalyse

Beitrag von Administrator » 29. Mai 2019, 09:53

Bei Vorhaben zur Neueinrichtung von Fabriken stellt sich die Frage nach einem geeigneten Standort für die neue Fertigungsstätte innerhalb des ausgewählten Zielgebietes beziehungsweise Landes. Folgende Bewertungskriterien können für einen Standortevergleich (zum Beispiel unter Anwendung der Nutzwertanalyse) hinzugezogen werden.

Standortanalyse - Grundstück / Industriepark
Kriterien bezogen auf das Grundstück sind zum Beispiel die Lage, die Erreichbarkeit, öffentliche Parkplätze, die Erschließung mit Elektro- und Wasserversorgung, die Kanalisation oder das Telekommunikationsnetz. Weitere zu beachtende Aspekte sind die Feuerwehr oder Sicherheitsdienste.

Standortanalyse - Baurecht
Das Baurecht wirkt sich auf Baukosten und Projektdauer nicht unerheblich aus. Die Bauleitplanung, Naturschutz- und Umweltauflagen als auch die Stellplatzsatzung sind zu beachten.

Standortanalyse - Grundstück
Wesentliches Kriterium neben der zur Verfügung stehenden Grundstücksfläche sind die Kosten in Form von Kaufpreis und Erschließungskosten. Weitere Kriterien sind die zulässige Bebauung, die Belastung des Grundstücks, die Grundstücksbeschaffenheit, die notwendigen Arbeiten zur Herrichtung und Freimachung des Grundstücks oder die Baugrundverhältnisse.

Standortanalyse - Gebäude
Die Eignung bestehender Gebäude kann über eine Analyse von Baukonzepten, funktionaler Zuordnung von Gebäuden, Gebäudenutzung, technischer Gebäudeausstattung, Räume- und Raumgestaltung, sowie transportbezogener Einrichtungen und Transportwege festgestellt werden.

Standortanalyse - Immobilien-Gesichtspunkte 
Bei Erwerb eines Grundstückes spielen natürlich Immobilien- bzw. Facility Management-Gesichtspunkte in die Standortentscheidung mit hinein. Zu den Immobilienwertfaktoren gehören zum Beispiel das Image der Umgebung, die Anlieger, die Repräsentationsfähigkeit, die Gelände- und Landschaftsgestaltung, das soziale Umfeld, die Sicherheit, die multifunktionale Nutzbarkeit, die Gebäudeeffizienz oder die technische Ausstattung.
Diese Kriterien sind ebenso bedeutsam für die zukünftigen Mitarbeiter der Fabrik. Eine attraktive Umgebung erleichtert die Gewinnung von Mitarbeitern und unterstützt die Motivation für ein Unternehmen zu arbeiten. Auch die Kunden und Partner der Fabrik werden bei richtiger Standortwahl einen positiven Eindruck nach Besuchen mitnehmen.

Weitere Faktoren bei der Standortanalyse für Fertigungsstätten sind Parkeinrichtungen (z.B. PKW-Stellplätze), Sicherheitseinrichtungen (z.B. Drehkreuzanlagen) oder Risiken aus Naturgefahren (z.B. Erdrutsche). 

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Beitrag von Administrator » 19. Aug 2019, 09:24

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